Nach ca. einer Stunde Flug und pünktlicher Landung in Haikou fuhren wir mit dem Bus zu unserem ersten Ziel, der Kokosnussinsel in Dongjiao. Eine Insel voller Kokospalmen und alle leben dort vom Tourismus und natürlich hauptsächlich von der Kokospalme. Wir fuhren mit diesen Dreirädern (garantiert ohne TÜV) über die Insel und schauten uns an, wie man hier eine Palme hochklettert.
Dann durften wir und aus einen gigantischen Kokosnusshaufen eine raussuchen. Die wurde mit der Machete aufgehackt und mit 2 Strohhalmen konnten wir uns dann an der Kokosmilch erfrischen. Selbstverständlich gibt es nicht nur Kokospalmen hier, sondern auch Bananenstauden, die einen sehr schönen große Blüte haben. Hier gab es auch jede Menge Hängematten zum Ausruhen, die auch sofort genutzt wurden, doch leider war die Größe der einheimischen Bevölkerung angepasst :-(
Weiter ging es dann in einen Botanischen Garten, wo auch wieder die exotischsten Pflanzen auf uns warteten. Wir nahman an einer Teeverkostung Teil und probierten ca. 20 verschiedene Sorten, von lieblich bis scharf und bitter. Danach wurde es Zeit nach einer Toilette ausschau zu halten ;-)
Das nächste Ziel war ein Dorf, in dem die Menschen noch wie vor ewigen Zeiten leben. Für alles gab es dort verschiedene Hütten. Die eine für ledige, die andere für Verheiratete, die nächste zum Feste feiern und wieder eine andere zum Bier brauen.
Auch hier war wieder für den müden Wandersmann und -frau gesorgt. Überall gab es diese lustigen Sitzgelegenheiten. Auf dem Weg zum Ausgang mußten wir wieder durch die Gasse der Händler und sollten natürlich auch was kaufen. Meist Früchte und Souveniers, doch mich interessierten mehr die kleinen Enten, die aber sicher in einigen Wochen auf dem Tisch landen. Dies wollte dieser Emu bestimmt verhindern, deshalb zupfte er wie wild an dem Faden, der sein Gehege zusammenhielt. Ob er es wohl geschafft hat?
Im Lu Hui Tou Park gab es dann diese Statue zu bestaunen, "The looking back deer". Wie in China üblich gibt es zu allem eine Geschichte, so auch hier: "According to a legend, a diligent and brave young Li ethnic hunter, once went in hot pursuit of a flower deer, chasing for three days and three nights, crossing 99 huge mountains, fording 99 rivers. The flower deer lured him to a cliff in the South China Sea, standing still. The young man pulled his bow to shoot an arrow, and just at that moment the deer looked back, mist steamed up, and a Li nationality girl wearing a barred skirt, stared at him smiling tenderly and lovingly. The flower deer turned out to be a fairy girl who was attracted by the young man's bravery, descending to the mortal world with the intention to become his wife. The descendents named this place "Lu Hui Tou" (Deer Looks Back) to commemorate them."
Auf unseren Weg durch Hainan kamen wir auch immer mal wieder zur Ruhe und konnten einfach mal am Strand spazieren gehen. Dabei wurden wir von diesem gefährlichen Einsiedlerkrebs verfolgt ;-)
Dann war es endlich soweit. Der lang ersehnte Badetag war gekommen. Mit dem Boot fuhren wir zur Badeinsel im Süden von Hainan. Zuerst waren wir Tauchen, da die Ebbe nahte und wir nicht bis zur nächsten Flut warten konnten. Dann machten wir uns auf die Suche nach dem Badestrand. Dort ist alles unterteilt. Jeder bekommt dort einen Abschnitt. Die Jetskifahrer, die Fallschirmschlepper und das Bananenboot. Das Wasser war bestimmt 24-25°C, also kein frösteln beim Reingehen. Nach dem Baden war wieder einmal Ruhepause in der Hängematte angesagt. Danach noch einige Erkundungstouren auf der Insel bis es mit dem Boot wieder zum Bus zurück ging.
Hier ist wieder das Ziel ein Park. Was mich in China immer wieder fasziniert, sind die Baumstämme und die Landschaft...ist das nich ein herrlicher Strand und einen herrliche Aussicht?
Nanshan unser nächtes Ziel bietet eine Fülle von touristischen Leckerbissen. Unter anderem diesen schönen Tempelpark. Die Statue, die in 3 Richtungen schaut, trägt in der einen einen Schriftrolle, in der 2. eine Gebetskette und die 3. hält eine Lotosblüte. Überall gibt es hier diese kleinen Pagodenhäuschen, dieses z.B. beherbergt einen Bronzeglocke.
Dann hatte unser Reiseführer alle Hände voll zu Tun, denn es stand ein gemeinsames Gruppenfoto auf dem Plan und jeder, der eine Kamera hatte wollte ein Bild. Die musste natürlich alle der Reiseleiter machen, da ja alle auf demBild sein wollten. Das 3. letzte Bild zeigt die Statue of Guan Yin, wie sie schon am Eingang zu sehen war. Doch diese wird neu gebaut und wird etwas größer. Sie ist auf einer künstlich vorgelagerten Insel errichtet und wird 2004 im Sommer fertig sein. Mit ihren 108 Metern überragt sie dann sogar Miss Liberty. Nach all der Lauferei war es dann auch mal Zeit für ein Eis.
Auf dem linken Bild kann man wieder sehr eindrucksvoll sehen, was die Natur sich doch alles einfallen läßt. Dieser Baum steht vollkommen auf einem Felsen und nur ein Paar Wurzeln krallen sich in der Erde fest. Das recht Bild zeigt uns vor 2 Steinen. Auf dem Linken steht sinngemäß "das Lebensalter" und auf dem Rechten "Nanshan". Die Bedeutung ist jedoch, "Werde so alt wie die Berge von Nanshan". Das dies wirklich wird, muß man jedoch in Bewegung sein und deshalb soll man sich dort fotografieren lassen wenn man einen Schritt nach vorn tut. Chinesische Weisheiten eben :-)
Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende. Der Rückflug nach Guangzhou mit den bunten Maschinen von Hainan Airlines und einem vorläufig letzten Blick auf den Flughafen von Sanya.