Hainan, das Hawaii von China

Zuerst möchte ich etwas geographisches über Hainan schreiben. Es liegt, genau wie Hawaii, zwischen dem 18. und 20. Breitengrad nördlicher Breite. deshalb ist es auch ähnlich warm. Doch die große Festlandmasse und speziell das Himalaja weiter im Norden bestimmen natürlich dort das Wetter. Deshalb ist Hainan im Winter nicht ganz so warm. Doch es ist immer noch so warm, daß man baden und sich auch sonnen kann. Speziell der Süden der Insel, die durch eine Bergkette geteilt wird ist sehr warm. Die Berge sind eine Wetterscheide, so dass der Norden immer etwas kühler ist als der südliche Teil. Doch dies ist auch schon alles, denn wohin man schaut, Kokosnüsse, Bananen, Ananas, Mandarinen, einfach alle Südfrüchte die man sich vorstellen kann wachsen hier. Tropen pur... und was noch wichtiger ist, fast leere Strände. Chinesen reisen fast immer in Reisegruppen und die besuchen meist die Sehenswürdigkeiten. Baden und Schwimmen gehen ist in China nicht ganz so populär. Deshalb können auch die meisten Chinesen nicht schwimmen. Doch der Plan für Hainan steht schon. Es soll touristisch auch für den Westen erschlossen werden. An jeder Ecke sprießen Hotels aus dem Boden. Es wurden sogar Einheimische weiter ins Landesinnere umgesiedelt, um mehr große Flächen für die Hotelindustrie zu haben. Die Leute bekamen vom Staat ein Haus, doch wurden von ihrem geliebten Meer getrennt. Man möchte nur hoffen, daß es nicht übertrieben wird und China immer noch China bleibt...sonst braucht man ja nicht Urlaub dort zu machen, wenn alles so aussieht wie zu Hause oder wie auf den Balearen.

hainan0000.jpg hainan0010.jpg hainan0014.jpg hainan0022.jpg Nach ca. einer Stunde Flug und pünktlicher Landung in Haikou fuhren wir mit dem Bus zu unserem ersten Ziel, der Kokosnussinsel in Dongjiao. Eine Insel voller Kokospalmen und alle leben dort vom Tourismus und natürlich hauptsächlich von der Kokospalme. Wir fuhren mit diesen Dreirädern (garantiert ohne TÜV) über die Insel und schauten uns an, wie man hier eine Palme hochklettert. hainan0025.jpg hainan0017.jpg Dann durften wir und aus einen gigantischen Kokosnusshaufen eine raussuchen. Die wurde mit der Machete aufgehackt und mit 2 Strohhalmen konnten wir uns dann an der Kokosmilch erfrischen. Selbstverständlich gibt es nicht nur Kokospalmen hier, sondern auch Bananenstauden, die einen sehr schönen große Blüte haben. Hier gab es auch jede Menge Hängematten zum Ausruhen, die auch sofort genutzt wurden, doch leider war die Größe der einheimischen Bevölkerung angepasst :-(




hainan0054.jpg hainan0056.jpg hainan0064.jpg hainan0068.jpg Weiter ging es dann in einen Botanischen Garten, wo auch wieder die exotischsten Pflanzen auf uns warteten. Wir nahman an einer Teeverkostung Teil und probierten ca. 20 verschiedene Sorten, von lieblich bis scharf und bitter. Danach wurde es Zeit nach einer Toilette ausschau zu halten ;-)

hainan0083.jpg hainan0084.jpg hainan0087.jpg Das nächste Ziel war ein Dorf, in dem die Menschen noch wie vor ewigen Zeiten leben. Für alles gab es dort verschiedene Hütten. Die eine für ledige, die andere für Verheiratete, die nächste zum Feste feiern und wieder eine andere zum Bier brauen. hainan0090.jpg hainan0096.jpg hainan0097.jpg Auch hier war wieder für den müden Wandersmann und -frau gesorgt. Überall gab es diese lustigen Sitzgelegenheiten. Auf dem Weg zum Ausgang mußten wir wieder durch die Gasse der Händler und sollten natürlich auch was kaufen. Meist Früchte und Souveniers, doch mich interessierten mehr die kleinen Enten, die aber sicher in einigen Wochen auf dem Tisch landen. Dies wollte dieser Emu bestimmt verhindern, deshalb zupfte er wie wild an dem Faden, der sein Gehege zusammenhielt. Ob er es wohl geschafft hat?

hainan0105.jpg hainan0115.jpg Im Lu Hui Tou Park gab es dann diese Statue zu bestaunen, "The looking back deer". Wie in China üblich gibt es zu allem eine Geschichte, so auch hier: "According to a legend, a diligent and brave young Li ethnic hunter, once went in hot pursuit of a flower deer, chasing for three days and three nights, crossing 99 huge mountains, fording 99 rivers. The flower deer lured him to a cliff in the South China Sea, standing still. The young man pulled his bow to shoot an arrow, and just at that moment the deer looked back, mist steamed up, and a Li nationality girl wearing a barred skirt, stared at him smiling tenderly and lovingly. The flower deer turned out to be a fairy girl who was attracted by the young man's bravery, descending to the mortal world with the intention to become his wife. The descendents named this place "Lu Hui Tou" (Deer Looks Back) to commemorate them."

hainan0128.jpg hainan0145.jpg Auf unseren Weg durch Hainan kamen wir auch immer mal wieder zur Ruhe und konnten einfach mal am Strand spazieren gehen. Dabei wurden wir von diesem gefährlichen Einsiedlerkrebs verfolgt ;-)

hainan0342.jpg hainan0163.jpg hainan0194.jpg hainan0200.jpg hainan0205.jpg Dann war es endlich soweit. Der lang ersehnte Badetag war gekommen. Mit dem Boot fuhren wir zur Badeinsel im Süden von Hainan. Zuerst waren wir Tauchen, da die Ebbe nahte und wir nicht bis zur nächsten Flut warten konnten. Dann machten wir uns auf die Suche nach dem Badestrand. Dort ist alles unterteilt. Jeder bekommt dort einen Abschnitt. Die Jetskifahrer, die Fallschirmschlepper und das Bananenboot. Das Wasser war bestimmt 24-25°C, also kein frösteln beim Reingehen. Nach dem Baden war wieder einmal Ruhepause in der Hängematte angesagt. Danach noch einige Erkundungstouren auf der Insel bis es mit dem Boot wieder zum Bus zurück ging.




hainan0220.jpg hainan0233.jpg Hier ist wieder das Ziel ein Park. Was mich in China immer wieder fasziniert, sind die Baumstämme und die Landschaft...ist das nich ein herrlicher Strand und einen herrliche Aussicht?

hainan0254.jpg hainan0260.jpg hainan0267.jpg hainan0282.jpg Nanshan unser nächtes Ziel bietet eine Fülle von touristischen Leckerbissen. Unter anderem diesen schönen Tempelpark. Die Statue, die in 3 Richtungen schaut, trägt in der einen einen Schriftrolle, in der 2. eine Gebetskette und die 3. hält eine Lotosblüte. Überall gibt es hier diese kleinen Pagodenhäuschen, dieses z.B. beherbergt einen Bronzeglocke. hainan0283.jpg hainan0300.jpg hainan0294.jpg Dann hatte unser Reiseführer alle Hände voll zu Tun, denn es stand ein gemeinsames Gruppenfoto auf dem Plan und jeder, der eine Kamera hatte wollte ein Bild. Die musste natürlich alle der Reiseleiter machen, da ja alle auf demBild sein wollten. Das 3. letzte Bild zeigt die Statue of Guan Yin, wie sie schon am Eingang zu sehen war. Doch diese wird neu gebaut und wird etwas größer. Sie ist auf einer künstlich vorgelagerten Insel errichtet und wird 2004 im Sommer fertig sein. Mit ihren 108 Metern überragt sie dann sogar Miss Liberty. Nach all der Lauferei war es dann auch mal Zeit für ein Eis.

hainan0311.jpg hainan0312.jpg Auf dem linken Bild kann man wieder sehr eindrucksvoll sehen, was die Natur sich doch alles einfallen läßt. Dieser Baum steht vollkommen auf einem Felsen und nur ein Paar Wurzeln krallen sich in der Erde fest. Das recht Bild zeigt uns vor 2 Steinen. Auf dem Linken steht sinngemäß "das Lebensalter" und auf dem Rechten "Nanshan". Die Bedeutung ist jedoch, "Werde so alt wie die Berge von Nanshan". Das dies wirklich wird, muß man jedoch in Bewegung sein und deshalb soll man sich dort fotografieren lassen wenn man einen Schritt nach vorn tut. Chinesische Weisheiten eben :-)

hainan0336.jpg hainan0339.jpg Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende. Der Rückflug nach Guangzhou mit den bunten Maschinen von Hainan Airlines und einem vorläufig letzten Blick auf den Flughafen von Sanya.



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